Über die Gleise

Ein Ort im akustischen Kessel. Der urbane Lärm wird von Häusern reflektiert und in das Gebäude zurückgeworfen.

Wie eine Banderole umläuft ein weißes Farbband, von Innen auf die Scheiben gestrichen, den Komplex. Die optische Identifizierung der außen liegenden Geräuschquellen wird unterbunden.

Aus Kunststoffröhren in den Treppenaufgängen ertönen von diesen Resonanzkörpern modulierte Knallgeräusche. Zusammen mit der eindringenden Geräuschkulisse entsteht ein akustischer Raum, ein scheinbar strukturiertes Klangereignis, ein von visueller Überprüfbarkeit abgekoppeltes Hören.

 

Über die Gleise (1988)

4 Kunststoffrohre mit eingebauten Lautsprechern, mehrkanalige Komposition, Geräuschsituation am Ort, Zuspieltechnik

Künstlerwerkstatt im Bahnhof Westend, Berlin 1988

 

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