Bunte Resonanzen

In Beton eingegossene Lautsprecher übertragen komponierte Geräusche und Klänge auf diverse Materialien, wobei die Klangquellen selbst nicht hörbar sind, sondern die entstehenden Resonanzen vom Material und dessen Form die eigentlichen Geräusche erzeugen. Ihre Wahrnehmbarkeit wird dabei durch die sehr unterschiedlich klingenden Gegenstände beeinflusst. Sowohl Lautstärke, wie auch Klangfarbe und Tonhöhe können nach diesem Prinzip die Variablen eines Geräusches sein.

Optisch wird die latente Möglichkeit des Austausches ganz im Sinne eines Versuchsaufbaus inszeniert. Da die Lautsprecher, um ihre direkte Hörbarkeit zu unterbinden, in exakt gleiche Betonzylinder eingegossen sind und diese technisch und optisch als Klangquelle und Sockel fungieren, unterstreicht dies das Temporäre der Auswahl der angebotenen und gerade klingenden Objekte und Gegenstände.

In einer begehbaren Reihung oder Feldanordnung können außerdem die sich schnell vollziehenden akustischen Wechsel am besten wahrgenommen werden. Meine Vorstellung ist es mit kurzen, schnell von Objekt zu Objekt springenden Impulsen eine Art Dialog der Gegenstände entstehen zu lassen.

 

Bunte Resonanzen (2005)

21 Betonzylinder als Klangquellen, diverse Resonanzmaterialien, Kabel, einkanalige Komposition, Zuspieltechnik

Stills & Sounds, Kunstverein, Gifhorn 2005

Fotos: Peter Tuma